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Zeitreise Deggendorf: alte Fotos, Geschichten & Menschen

Zeitreise Deggendorf: Alte Fotos, Geschichten & Menschen – Programmkonzept für kommende Aktionen

Zielgruppe: Deggendorferinnen und Deggendorfer, Vereine, Schulen, Familien, Kulturinitiativen sowie alle, die sich künftig an einem lokalen Foto- und Erzählprojekt beteiligen möchten.

Idee & Ziele der „Zeitreise Deggendorf“

Die „Zeitreise Deggendorf“ ist als künftige Mitmach-Reihe gedacht, in der Menschen aus Deggendorf und Umgebung ihre historischen Fotos (Privatalben, Vereinsarchive, Firmenchroniken) gemeinsam mit kurzen Erinnerungen teilen. Der Fokus liegt auf dem, was in den Bildern sichtbar wird: Alltagsleben, Arbeit, Feste, Straßenräume und Nachbarschaften.

  • Gemeinschaft: Generationen sollen über Bilder ins Gespräch kommen.
  • Dokumentation: Fotos werden mit nachvollziehbaren Angaben (Ort, Zeitraum, Quelle, Rechte) erfasst.
  • Bildung: Schulen und Vereine können künftige Projekte, Workshops oder Ausstellungen daraus entwickeln.
  • Transparenz: Nutzung, Rechte und Rückfragen werden klar geregelt, bevor Bilder veröffentlicht werden.

Programm-Überblick (künftige Termine als Vorschlag)

Die folgenden Termine sind als realistischer Vorschlag für eine kommende Umsetzung konzipiert. Sie können von Veranstaltenden je nach Verfügbarkeit von Räumen und Partnern angepasst werden.

Herbst 2026: Startphase

  • Samstag, 2026-09-12: Foto-Sammeltag (Scanning vor Ort, Kurzinterviews, Rechteklärung)
  • Mittwoch, 2026-09-30: Erzählsalon (moderierte Gesprächsrunde mit Foto-Beiträgen)
  • Samstag, 2026-10-17: „Damals & Heute“-Fotowalk I (Innenstadt-Runde)
  • Samstag, 2026-11-07: Workshop „Fotos beschriften: Ort, Zeit, Personen“ (Metadaten & Quellenarbeit)

Winter 2026/2027: Aufbereitung

  • Dezember 2026: Redaktionsphase (Bildauswahl, Texte, Legenden, Freigaben)
  • Januar 2027: Aufbau der digitalen Karte (Pilotbetrieb mit kuratierter Auswahl)

Frühjahr 2027: Öffentlichkeit

  • Samstag, 2027-03-21: „Damals & Heute“-Fotowalk II (Donauufer/Brückenblickachsen)
  • April 2027: Pop-up-Ausstellung (2 Wochen Laufzeit, inklusive Feedback-Station)
  • Mai 2027: Abschlussabend (Präsentation der digitalen Karte & Übergabe der Dokumentation)

Hinweis zur Verlässlichkeit: Damit Teilnehmende planen können, sollten Veranstaltende die Termine spätestens 8 Wochen vor Beginn final bestätigen und eine zentrale Anmeldeseite veröffentlichen (inklusive Kontakt, Ort, Barrierehinweisen und Datenschutzhinweisen).

Format 1: Erzählsalon „Alte Fotos, junge Ohren“

Der Erzählsalon ist als moderierte Abendveranstaltung geplant, bei der Teilnehmende 1–3 Fotos mitbringen (Original oder Scan) und dazu eine kurze Geschichte erzählen. Ziel ist ein respektvoller Raum, in dem Erinnerung und Nachfragen zusammenkommen.

Ablauf (empfohlen, 90 Minuten)

  1. Ankommen & Einordnung: kurze Erklärung der Regeln (Respekt, Datenschutz, Freigaben).
  2. Foto-Runde: pro Person 3–5 Minuten (Was ist zu sehen? Wo? Ungefähr wann? Wer?).
  3. Nachfragen: moderierte Fragen, besonders von Jugendlichen oder Schulgruppen.
  4. Dokumentation: Einverständnisse werden schriftlich festgehalten, Kerndaten werden erfasst.
  5. Ausblick: Einladung zu Fotowalk, Workshop und digitaler Karte.

Regeln für Beiträge

  • Keine Veröffentlichung ohne vorherige Rechte- und Einwilligungsprüfung.
  • Keine sensiblen persönlichen Details in der öffentlichen Runde (Adresse, Gesundheitsdaten, Konfliktfälle).
  • Legenden sollen beobachtbar bleiben: Was ist sicher? Was ist Erinnerung/Einordnung?

Format 2: „Damals & Heute“-Fotowalks

Fotowalks sind als geführte, barrierearme Stadtrunden geplant, bei denen alte Bildausschnitte als Ausgangspunkt dienen. Teilnehmende fotografieren heutige Perspektiven so, dass ein späterer Vergleich möglich wird (Standpunkt, Blickrichtung, Bildausschnitt).

Empfohlenes Set-up

  • Dauer: 60–90 Minuten
  • Größe: 10–20 Personen (bei mehr Teilnehmenden: zweite Gruppe)
  • Ausrüstung: Smartphone oder Kamera, optional Ausdrucke der historischen Fotos
  • Ergebnis: 5–10 Vergleichspaare pro Walk (kuratiert)

Leitfaden für vergleichbare Fotos

  • Standpunkt markieren (kurzer Text: „von hier aufgenommen“).
  • Horizont und vertikale Linien (Hauskanten/Laternen) als Referenz nutzen.
  • Datum und Uhrzeit dokumentieren (für Licht-/Schattenvergleich).
  • Bei Personen im Bild: nur veröffentlichen, wenn rechtlich zulässig und freigegeben.

Format 3: Pop-up-Ausstellung auf Zeit

Die Pop-up-Ausstellung ist als kurze, zugängliche Präsentation gedacht, die Stadtgeschichte über Motive erzählt, ohne lange Texte vorauszusetzen. Optimal ist ein Ort, an dem viele Menschen ohnehin vorbeikommen (z. B. Foyer, Bibliothek, Ladenfläche, Kulturraum).

Kuratorische Struktur (empfohlen)

  • Wand 1: „Arbeit & Alltag“ (Werkstätten, Felder, Handel, Vereinsleben)
  • Wand 2: „Straßen & Plätze“ (Blickachsen, Mobilität, Stadtbild)
  • Wand 3: „Feste & Gemeinschaft“ (Feiern, Umzüge, Schulklassen, Gruppenbilder)
  • Feedback-Station: „Wer erkennt etwas?“ mit Kontaktmöglichkeit für Ergänzungen
Begleittext-Standard (pro Bild): Titel, Ort (so genau wie möglich), Zeitraum (z. B. „spätes 20. Jh.“), Quelle, Rechte/Einwilligung, kurze Beobachtung (1–2 Sätze).

Format 4: Digitale Karte als offenes Archiv

Die digitale Karte ist als langfristiger Ergebnisraum geplant: Fotos werden georeferenziert (an einem Ort verankert) und mit einer verlässlichen Legende versehen. Damit bleibt das Projekt auch nach Veranstaltungen nutzbar.

Was ein Kartenpunkt enthalten sollte

  • Bild: Scan/Foto in geeigneter Auflösung (plus komprimierte Webversion)
  • Ort: Kartenpunkt + kurzer Klartext („Straße/Platz/nahegelegener Orientierungspunkt“)
  • Zeitraum: so genau wie belegbar (Jahr, Jahrzehnt oder „um …“)
  • Quelle: Privatperson/Verein/Archiv + Kontaktweg für Rückfragen (wenn gewünscht)
  • Rechte: Nutzungsumfang (z. B. „nur Projektseite“ / „nicht-kommerziell“)
  • Kontext: 3–6 Sätze zur Bildaussage (beobachtbar, nicht spekulativ)

Qualitätsprinzip: Lieber weniger Einträge, dafür sauber dokumentiert. Das erhöht Vertrauen und Wiederverwendbarkeit (z. B. für Unterricht, Stadtführungen, Vereinschroniken).

Einreichen von Fotos & Qualitätsstandards

Für kommende Sammeltermine empfiehlt sich ein einheitlicher Standard, damit die Beiträge später nicht „rätselhaft“ werden. Diese Standards sind bewusst pragmatisch gehalten.

Empfohlene Mindestangaben

  • Ort: so präzise wie möglich (Straße, Platz, Gebäude, Blickrichtung)
  • Zeitraum: Jahr oder grobe Einordnung (z. B. „1970er Jahre“)
  • Quelle: wer das Foto bereitstellt und wie der Kontakt möglich ist
  • Fotograf/in: falls bekannt (oder „unbekannt“)
  • Nutzungsfreigabe: schriftlich, mit klarer Reichweite

Scan- und Dateigrundsätze (praxisnah)

  • Scans bevorzugt, damit Originale geschont werden.
  • Dateinamen nach Schema: Ort_Zeitraum_Quelle_Kurzmotiv.
  • Unbearbeitete Masterdatei getrennt von der Webversion speichern.
  • Jede Bearbeitung (Zuschnitt, Kontrast) nachvollziehbar dokumentieren.

Bildrechte, Einwilligungen & Datenschutz (praxisnah)

Damit eine zukünftige „Zeitreise Deggendorf“ fair und rechtssicher abläuft, sollten Veranstaltende vorab klare Regeln veröffentlichen. In Deutschland sind vor allem Urheberrecht, Recht am eigenen Bild und Datenschutz relevant. Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung, helfen aber bei einer sauberen Praxis.

  • Urheberrecht (Fotos): Vor Nutzung klären, ob und wie das Foto verwendet werden darf. Ein Foto „zu besitzen“ bedeutet nicht automatisch, es veröffentlichen zu dürfen.
  • Recht am eigenen Bild: Wenn Personen erkennbar sind, kann eine Einwilligung erforderlich sein (besonders bei jüngeren, nicht eindeutig zeitgeschichtlichen Aufnahmen).
  • Datenschutz (DSGVO): Kontaktdaten von Einreichenden nur mit Zweck, Rechtsgrundlage und transparenter Information verarbeiten; Zugriff beschränken und Aufbewahrungsfristen festlegen.
  • Transparenz: Vor der Veröffentlichung schriftlich festhalten: Wo erscheint das Bild (Ausstellung, Website, Social Media)? Für wie lange? Darf die Legende Namen nennen?
  • Sensibilität: Bei potenziell belastenden Motiven (Konflikte, Unfälle, private Notlagen) gilt: im Zweifel nicht veröffentlichen oder stark anonymisieren.

Empfehlung für Veranstaltende: Eine kurze, gut lesbare Einwilligungs- und Nutzungsvereinbarung (eine Seite) senkt Hürden und schützt alle Beteiligten.

Rollen, Ablaufplan & Checklisten

Rollen (kleines Team)

  • Moderation: führt durch Erzählsalon, sorgt für respektvolle Gesprächsführung
  • Scan-Team: digitalisiert, benennt Dateien, sichert Master/Webversion
  • Dokumentation: erfasst Metadaten, prüft Quellenlogik, sammelt Freigaben
  • Redaktion: schreibt Bildlegenden, prüft Verständlichkeit, markiert Unsicherheiten als solche
  • Ausstellung/Karte: kuratiert, setzt um, betreut Feedbackkanäle

Checkliste: Vor dem Foto-Sammeltag

  • Einreich-Regeln (Rechte, Datenschutz, Ablauf) online und vor Ort sichtbar.
  • Einwilligungsformulare und Informationsblatt zur Datenverarbeitung vorbereitet.
  • Scanner/Kamera, Beleuchtung, Handschuhe (falls benötigt) und Datensicherung eingerichtet.
  • System für Dateinamen, Metadaten und Backups festgelegt.

Checkliste: Vor Veröffentlichung (Ausstellung oder digitale Karte)

  • Rechte-Status pro Bild eindeutig dokumentiert.
  • Personenbezug geprüft (Einwilligung, Unkenntlichmachung oder Verzicht).
  • Bildlegenden auf Fakten/Beobachtbares geprüft; keine unnötigen Spekulationen.
  • Kontaktweg für Korrekturen und Nachmeldungen veröffentlicht.

Quellen

  1. Urheberrechtsgesetz (UrhG) — Rechtsgrundlagen zur Nutzung und Veröffentlichung von Fotografien (accessed 2026-08-05)
  2. Kunsturhebergesetz (KunstUrhG) — Recht am eigenen Bild, Bildnisse und Einwilligung (accessed 2026-08-05)
  3. Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) — Grundsätze zur Verarbeitung personenbezogener Daten (accessed 2026-08-05)
  4. Kultusministerkonferenz (KMK) — Orientierung zu Bildungs- und Schulprojekten (für Kooperationen/Projektwochen als Rahmenquelle) (accessed 2026-08-05)

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Planung und sicheren Umsetzung künftiger Kultur- und Bildungsformate. Er ersetzt keine Rechtsberatung.

Last reviewed: 2026-08-05

Häufig gestellte Fragen

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